Unsere kurze Hundegeschichte

Solange wie ich denken kann, hatten wir zu Hause immer Hunde. Vom Pudel über Boxer zum Collie, bis zum Bernhardiner und schließlich zum Neufundländer. Die steigende Tendenz zum großen Hund ist deutlich sichtbar, nicht aber die leider oft dazugehörenden Krankheiten. Alle diese Hunde wurden geliebt, und später bei ihrem Ableben auch reichlich beweint. Doch jeder dieser Hunde hatte von Natur aus seine Defizite. Insbesondere die großen Hunde brachten eine Menge an gesundheitlichen Problemen mit sich. Der Boxer hatte ständig entzündete Augen, die eine durchgehende medizinische Versorgung erforderlich machte.

Der Collie mußte sein Leben lang Diätfutter bekommen, da bei seiner Züchtung die schützenden Flimmerhärchen , die normalerweise die Magenschleimhaut vor Reizungen bewahrt, einfach auf der Strecke geblieben waren. Leider mußten wir diesen, sonst so tollen, Hund frühzeitig einschläfern, da zusätzlich ein Arthroseschub den nächsten jagte und die Arme sich trotz starker Schmerzmittel vor Not das Fell büschelweise aussriß.

Unser heißgeliebter Bernhardiner starb viel zu früh an Krebs und die Neufundländerhündin, die noch heute im elterlichen Haus lebt, hat beidseitig die gefürchtete Hüftdysplasie. Ohne aufwendige und kostspielige Operationen wäre auch dieser Hund nicht mehr am Leben.

Alles in allem hat man nach jedem Hund der ging, nach einer Rasse gesucht, die möglichst all die positiven Eigenschaften der Vorgänger besaß, aber möglichst gesund und von langer Lebenserwartung war.

Mein erster eigener Hund war ein großer Mischlingsrüde,den wir zugegebenermaßen aus idealistischen Motiven zu uns nahmen. Dieser Hund war ein immerwährender Kampf, und ein echtes Trauma in Sachen Hundehaltung. Nach dieser Erfahrung wollten wir sicher gehen. Es kam nur noch ein Hund in Frage, der von seiner Wesenbeschreibung genau einzuschätzen war.
Er sollte möglichst groß sein, aber nicht zu schwer, gelehrig und folgsam aber nicht devot oder ängstlich, wachsam doch nicht agressiv. Es sollte ein gesunder Hund mit einer hohen Lebenserwartung sein. Nachdem wir uns reichlich belesen und informiert hatten, stand für uns fest, es gab nur eine Rasse die für uns in Frage kam:

EIN HOVAWART